“Mein tolles 2016” – Teil 3: Christoph LAISTER

Präzise und auf den Punkt gebracht, wie er auch seine sportlichen Unternehmungen und, so hat es zumindest den Anschein, sein ganzes Leben, managt, hat Christoph auch die Fragen beantwortet. Einen Meistertitel (Bild) hat er 2017 ja schon wieder in der Tasche...

Hallo Christoph! Du hast, von außen betrachtet, eine Saison hinter dir, in der vieles gelungen ist, zu der man dir glaub ich objektiv gratulieren kann: wie viel war davon eigentlich geplant, wie viel ist einfach passiert?

Danke für die Gratulation. Geplant war eigentlich gar nichts. Mein Vorhaben war auf die absolvierten Meisterschaftsläufe konzentriert. Und bei denen wollte ich das Maximum herausholen, was mir auch sehr gut gelungen ist.

Haben sich das Erreichen der Ziele und der Weg dorthin eigentlich so angespürt, wie du das erwartet hast – oder war’s ganz anders??

Erwartet habe ich mir gar nicht so viel. Das ist irgendwie "automatisch" passiert. Ich hatte im letzten Winter genug Zeit zum Trainieren, daher war ich nach diesem Wintertraining schon top drauf und habe diese Form gleich mitgenommen und auch relativ lange gehalten.
Das Training hat mir sehr viel Spaß bereitet, da ich ja gesehen habe, dass sehr viel voran geht. Das was ich zuvor gesät habe, habe ich danach geerntet, die ganzen Ergebnisse waren natürlich die Krönung.

zzzz

Was nimmst du persönlich aus der gelungenen Saison für dich mit, und was – ich weiß, da muss man vorsichtig sein – kannst du anderen mitgeben?

Man sollte das Ganze nicht so ernst nehmen, die Freude und Lust am Sport bleibt dadurch aufrecht.
Den Unterschied machen kleine Details und verschiedene Kombinationen aus. Erstens braucht man auch den Rückhalt der Familie, manchmal muss man auch Dinge trainieren, die nicht so spaßig sind, die richtige Ernährung spielt auch eine wichtige Rolle, das unterschätzen die Meisten, bei "schweren" Beinen sollte man auf alle Fälle was Langsames bzw. Regeneratives einschieben.

'Wie sieht dein Training so im Jahresverlauf aus und in welcher Weise hast du die Erfahrungen aus den vergangenen Saisonen eingearbeitet?

Am Anfang eines jeden Jahres suche ich mir ein paar Läufe aus, die ich gerne absolvieren möchte. Danach wird dann trainiert.

Du scheinst mit Rückschlägen so gelassen umzugehen, dass man sich rückblickend gar nimmer daran erinnern kann, dass es sie überhaupt gegeben hat. Siehst du das als eine deiner Stärken?

Ich kann mich an keine Rückschläge mehr erinnern ?. Als einziger Rückschlag fallen mir die Berglauf-Meisterschaften von 2015 ein. Bei diesen habe ich zu schnell begonnen und zum Schluss habe ich mich auch noch verlaufen. Das war auch übrigens mein erster Meisterschaftslauf.
Ansonsten ist das auf alle Fälle eine große Stärke von mir. Immerhin bin ich nur ein Amateur- bzw. Hobbysportler, der davon nicht leben muss. Somit habe ich auch keinen Druck, der auf meinen Schultern lastet.

zzzzz

Wie siehst du kurz – und langfristig deine läuferische Zukunft? Hast du Ziele, siehst du noch Entwicklungspotential – oder oder soll’s mal ganz was anderes sein??

Das Thema Entwicklungspotential ist immer auch eine Zeitfrage. Theoretisch wäre ohne Frau und Kinder (Foto mit Sohn Moritz) sicher noch viel Potential gegeben, es gibt aber wichtigere Dinge im Leben. Obwohl -  das Laufen ist schon auch sehr wichtig für mich.
Für heuer sind ein paar Meisterschaftsläufe geplant, kein Waldviertel-Cup. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jetzt Jahr für Jahr das Gleiche machen werde. Das würde mir keinen Spaß bereiten.
Darum werde ich irgendwann einmal andere Herausforderungen suchen. Vielleicht laufe ich einmal Berge oder Trails, wer weiß. Das Laufen wird mich aber das ganze Leben noch begleiten.

Danke – und alles Gute!!

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