Kainach: ÖM im Berg-Marathon

Bei hochsommerlichen 28°C trafen sich dieses mal 122 Läufer zu den ÖM im Berg-Marathon in Kainach (Weststeiermark) – 44km, 1800hm. Tja, der alte und neue Staatsmeister heißt Wolfgang Wallner (LAG NÖ Mitte)! Bei den Damen setzte sich erwartungsgemäß die Lokalmatadorin, Karin Freitag (Kolland Topsport), durch! Für Zeiten unter 3:30h war’s es leider etwas zu heiß.

ERGEBNISSE

FOTOS

Topfeld:

Der 47-jährige Wolfgang Wallner (3:32:13h) war zwischenzeitlich sogar zwei Minuten hinter dem knapp 10 Jahre jüngeren Salzburger Robert Gruber (3:32:15h), am Schluss setzte sich aber der erfahrene Bergmarathon-Läufer Wallner durch. Für Wolfgang Wallner war Kainach der x-te Berg-Marathon, während es für Robert Gruber der erste war. Dritter wurde der Kärntner Martin Pogelschek (3:37:33h), der ebenfalls sein Berg-Marathon-Debüt feierte. Für ihn als Berg(auf)läufer war’s sehr überraschend, weil ihm Gefälle an und für sich überhaupt nicht liegen, er musste in den Steilstücken sogar einige Läufer vorbei ziehen lassen, die er aber später wieder überholen konnte.

Bei den Damen setzte sich Karin Freitag (4:10:55h) sehr deutlich durch, obwohl sie erst am DO in Vorarlberg gelaufen war und gestern noch den Erzberglauf eingeschoben hatte und für sich entschied. Für sie war es ebenfalls der erste Bergmarathon. Und auch für Veronika Limberger (4:35:08h), die Vize-Staatsmeisterin wurde, war die Kombination Marathon und Höhenmeter eine neue Erfahrung. Sie ist mit der Strecke sehr gut zurecht gekommen und auch bei den Gefällen ist es ihr sehr gut gegangen. Dritte wurde Maria Frei (4:39:17h).

 

LC Waldviertel:

Einziger LC-Waldviertler war ich (Florian Habersberger). Es war von vorne herein klar, dass für mich nicht viel zu holen sein würde, deswegen war’s aber auch etwas entspannter für mich. Naja, ein begnadeter BergABläufer werd i net mehr werden, hab das Gefälle ab KM15 (höchster Punkt) ins Ziel ursprünglich sanfter eingeschätzt, es waren aber dann doch ein paar steilere Gefälle dabei. Vom Tempo her, hab mich eigentlich von Beginn weg an der Karin Freitag orientiert, in Riezlern und am Glockner hatte sie ähnliche Zeiten wie ich. Auch ihre Marathon-Bestzeit ist fast deckungsgleich mit meiner. Vor dem Lauf hätt i gesagt, sie ist gleich stark wie ich, ABER da hab ich noch nicht gewusst, dass sie auch eine hervorragende BergABläuferin ist. Bis KM31 bin ich mit ihr gemeinsam gelaufen, aber danach ist sie mir dann davongezogen. I hab die letzten 13km praktisch je km eine Minute auf sie verloren, sprich: i war im Ziel 13 Minuten hinter ihr… (Zeit 4:23:45h, ÖM:19.). Im Ziel hat sie witzigerweise gemeint, dass sie sich lange an mir orientiert hat, obwohl das eigentlich nicht sein kann, weil ich mich ja an ihr orientiert hab - „Zirkelbezug“ würd’s im Excel aufschreien ;-).

Eigentlich war’s ein sehr schöner Lauf, die Beine sind zwar jetzt etwas schwer, aber i hab keinen Muskelkater. Über die warmen Temperaturen möchte ich mich nicht beklagen, es hätte ja auch regnen können…

Bekannte Gesichter: 

Mit von der Partie war auch der 76-jährige Puckl Franz (9:17:00h), der sich von der Hitze nicht abschrecken ließ und genau rechtzeitig zur Siegerehrung seiner Altersklasse ins Ziel kam - das nennt man Timing. Auch Leopold Eigner (4:45:57h) aus Phyra nahm die Reise nach Kainach auf sich. Und der Südtiroler Gerhard Wally (6:52:24h) absolvierte heute seinen knapp 500sten Marathon (die genaue Zahl hab i mir net gemerkt). Er war bisher bei jedem meiner 3 Marathons dabei. Verblüffend ist, dass er trotz seiner vielen Läufe noch nie einen Ultra-Marathon gelaufen ist - auf der DUV-Homepage, wo sämtliche Ultra-Marathon-Ergebnisse feinsäuberlich dokumentiert sind, scheint er nicht auf.

2 Antworten

  1. nairolf regrebsrebah
    danke!
  2. ja ja der pumgun ronnie war ein guter läufer... kommt ab und zu auch immer noch im fernsehen! dir alles gute für den bergmarathon!

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