Kurzblog Horner Stadtlauf
Freitag vor Lauf: Der Wetterbericht verheißt Böses: Sturmböen, Starkregen, Temperaturen unter 10 Grad. Wenn nur die Hälfte zutrifft, wärs für einen Lauf zuviel.
Samstag vor Lauf: Der Wetterbericht verspricht noch immer dasselbe. Man kann allerdings heraushören, dass die schlechtesten Zustände eher im Weinviertel und Wiener Becken zu suchen sein werden. Horn könnte am Rand dieser Zone verschont bleiben. Hoffen wirs.
Sonntag früh: Der Wind ist eingetroffen, der Sturm irrt noch wo in der Luft herum, der Regen ebenfalls. Hoffentlich hälts so, dann wärs ja passabel. Temperatur um 7 Grad.
9 Uhr: Eigentlich wär die Hobbylaufanmeldung beendet. Aber mit den zu diesem Zeitpunkt ausgegebenen 7 Startnummern macht ein Hobbylauf keinen Spaß. In den Anmelderäumen ist es zumindest angenehm warm, und viel Speis und Trank wartet darauf, von den noch nicht anwesenden Sportlern verzehrt zu werden. Sprecher Wolfgang Welser bereitet sich auf die kommenden kalten Stunden vor.
9.30 Uhr: Das Starterfeld hat sich doch noch vergrößert. 32 Läufer und Walker wollen den Kampf mit Temperatur und gegen Wind aufnehmen. Den Startschuss gibt Bürgermeister Jürgen Maier ab. Die Läufer werden von den Cheerleaders (Leiterin Jutta Gröschel) auf die Reise geschickt. Die Mädels frieren in den nächsten 90 Minuten sicher noch mehr als die kurzbehosten Kämpfer.
9.38 Uhr: Gerald Foltas nach der ersten Runde ungefährdet auf Platz 1. Den verteidigt er 10 Minuten später auch noch im Ziel.
10.20 Uhr: Der letzte Walker kommt ins Ziel. Die Hauptläufer tun so, als ob sie sich aufwärmen wollten (bei den Temperaturen wird einem aber nicht warm).
10.30 Uhr: Bei der Hälfte der Stadionrunde (200 Meter rückwärts des Startbogens, damit sich mit den 4 Runden genau 10.000 Meter ausgehen) versammeln sich 110 Läufer. Auch Alois Redl ist dabei, er steigt heute in den Waldviertelcup ein und gilt natürlich ab sofort als Favorit. Franz Straßberger schießt die 110 auf die Strecke.
10:38 Uhr: Nach 8:39 geht Alois Redl in die 2. Runde. Das entspricht einem Startschnitt von 3:16. Gerhard Gutmann und Bernhard Höllrigl folgen ihm 17 Sekunden später. Als erste Dame hat Veronika Limberger das erste Viertel absolviert.
10:47 Uhr: Redl kommt schon wieder: 16:54, das ist ein 3:19er-Schnitt. Damit konnte Alois aber viel Vorsprung herauslaufen, denn Gerhard und Bernhard kommen erst 50 Sekunden dahinter. Es beginnt leicht zu nieseln.
10:55 Uhr: Dritter Test des Zieldurchlaufes durch Alois in 25:13 (Schnitt 3:20). Der Vorsprung beträgt schon 1:03. Bernhard und Gerhard im Duell um den 2. Platz.
11:03 Uhr: Alois Redl verfolgt seinen Radfahrer (der Schlussfahrer hat da nicht so viel Stress): 33:26 als Siegerzeit. Bernhard hat erwartungsgemäß die vierte Runde für sich entschieden. 1:10 Rückstand. Gerhard weitere 18 Sekunden dahinter. Veronika Limberger konnte ihren Platz perfekt halten (Sieg in 40:33) vor der wiedererstarkten Ines Preiß (16 Jahre jung!) und der immer stärker werdenden Sophie Grabner (12 Jahre jung!).
11:35 Uhr: Der Hauptlauf ist noch im Gange, aber die Kinder I sollen nicht zu lange warten müssen, daher Start für die 300 Meter durchs Stadion. Wetterbedingt halten sich die Nachwuchsanmeldungen natürlich sehr in Grenzen.
12:30 Uhr: Zeitverzögerung aufgeholt. Start des Staffellaufes. 12 Staffeln sind dabei. Hier wird die absolut schnellste Stadtlaufrunde gelaufen werden (Manfred Riener in 8:16, kämpft damit seine Staffel von Rang 8 auf Rang 3 nach vor).
13:15 Uhr: Siegerehrung in den Anmelderäumen. Draußen wird der Wind mehr, und auch der Himmel verliert nun Flüssigkeit. Jetzt darf er schon…
Rudolf Cerny 
