24.05.2010
Ottensteiner Seelauf
Über 250 Hauptlaufteilnehmer beim Ottensteiner Seelauf, ein unerreichter Wert im Waldviertel. Was ist es, was diesen Lauf so anziehend macht? Das zufällig schöne Wetter? Die außergewöhnliche, aber keinesfalls leichte Strecke? Die Tatsache, dass nur eine Runde zu laufen ist und somit die Läufer während des Laufes nicht gesehen werden können (könnte für einige Teilnehmer ein Beweggrund sein)? Die intensive landesweite Werbung durch die Organisatoren? Der gute Termin am Pfingstmontag? Das urige Festl im Pfarrstadl danach? Oder einfach nur der anziehende Name „Ottenstein“, den schon jedes Kind in der Volksschule zu hören bekommt? Marktforschung wäre notwendig, dies zu erheben. Tatsache ist, dass der Ottensteiner Seelauf in Rastenfeld über die Bezirksgrenzen hinaus beliebt ist.
Der Hauptlauf konnte mit vielen waldviertelbekannten Namen aufwarten. Alois Redl erledigte seinen zweiten Cuplauf als unangefochtener Sieger in 30:52. Die von ihm erwartete Verbesserung des Streckenrekordes war nicht drin; widrige Umstände verhinderten dies (so wie auch zahlreiche andere Teilnehmer über schlechtere Zeiten klagten, was einmal grob dem phasenweisen Gegenwind zugeschrieben werden kann). Da Bernhard Höllrigl verletzungsbedingt nur Zuschauer war, konnte diesmal auch Gerhard Gutmann den 2. Platz niemand streitig machen. Gestritten wurde aber um den 3.: Gerhard Stitz und Max Wenisch, Laufurgesteine der letzten Jahre, lieferten sich da ein heftiges Duell, das letztendlich zugunsten von Max ausging („die Laufintensität ist in den letzen Jahren weniger, der Spaß am Laufen mehr geworden“). Das Damensiegerbild bestand aus Horn-Siegerin Veronika Limberger, Vorjahres-Ottenstein-Siegerin Silvia Preyser und erst vor kurzem Campuslaufsiegerin Sabine Eberl. Interessantes Stockerlbild auch in der Klasse M/W20: Dort standen Thomas und Cornelia Krapfenbauer gemeinsam am 3. Podest. Wenig später dann auch noch Vater Herbert in der M50 an selbiger Stelle.
Geschrieben von:
Rudolf Cerny
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