30.05.2010

Masse & Klasse

Mit 21.100 Starterinnen (incl. ~ 2000 Nordic Walkerinnen) wurde auch bei der 23. Auflage der obligate Teilnehmerinnenrekord eingefahren. Durch ein paar organisatorische Veränderungen, hauptsächlich dadurch, dass das Veranstaltungszentrum und der Zielraum zum Ernst Happel - Stadion verlegt wurden, wurde man der Massen aber heuer tadellos Herr. Zugegeben, Mittelklassejoggerinnen mit Platzangst sollten das Event vielleicht meiden, und der leistungsadäquate Startblock ist Grundvoraussetzung für eine brauchbare Zeit, sonst geht aber alles weiblich diszipliniert, sozial und in toller Atmosphäre über die Bühne.

Der 5km - Hauptbewerb, seit Jahren Garant für Siegerzeiten im Bereich der Weltklasse, wurde auch heuer seinem Ruf gerecht und es siegte keine Geringere als die aktuelle Marathon-Weltmeisterin Irina MIKITENKO (D) in 15:39 knapp vor der australischen Straßenlaufspezialistin Eloise WELLINGS. Vorjahrssiegerin und Streckenrekordhalterin Elena PROKOPCHUKA (immerhin Siegerin beim Boston-Marathon) konnte nicht ganz mithalten und wurde Dritte. Als Vierte zwar mit Respektabstand dahinter, aber mit einer für österreichische Verhältnisse fabelhaften Zeit von 16:34 kam Jenny WENTH ins Ziel und führte damit eine sehr starke und dichte heimische Abordnung an. Diese Tatsache und die zahlreichen gut und natürlich laufenden jungen Mädchen, die man heute in allen Bewerben erblicken konnte, zeigen, dass der Frauenlauf tatsächlich auch sportlich etwas bewegt und nicht nur eine Horde wellnessorientierter Frauen mit teilweise sehr seltsamen Laufstilen in die Hauptalle lockt…..

Auch das Waldviertel hatte seinen Anteil an dieser positiven Enzwicklung, sind doch unsere Spitzenläuferinnen doch gerade 16 und 12 Jahre alt. Ines PREIß, bei Gott nicht in Hochform und nach den letzten Erlebnissen doch ziemlich verunsichert, zauberte sich mit einer tadellosen Vorstellung ein verdientes Lächeln auf’s eigene Gesicht. 19:44 bedeuteten Rang 20 und den Klassensieg. Nur 3 Plätze dahinter kam Sophie GRABNER ins Ziel (19:58) - natürlich ebenfalls erste in ihrer Klasse. Auch Andrea SCHIFFER war  mit ihrem 15. Frauenlauf (ensuite) durchaus zufrieden, auch wenn sie wie im Vorjahr den Klassensieg (W50) um Zehntelsekunden verpasste ( 42. in 21:16). Sandra RIENER hatte Troubles mit dem ihr zugeteilten Startblock, holte in 23:22  aber den 2. Rang in der W11, Mama Christa knackte in 24:56 den angepeilten 5er-Schnitt.

 

 

Internationale und nationale Klasse fehlten  im 10 km - Bewerb zwar, auch hier war aber im Bereich ab 40 Minuten eine gute Dichte zu sehen. Als 4. blieb WVC - Leaderin Veronika LIMBERGER hauchdünn unter der 40 Minuten - Schallmauer. Beste unserer Vertreterinnen war Uli PESCHEL in 43:55  als 23. Barbara GRABNER musste nach 1 1/2 Tagen Mithilfe in der Organisation leider mit Atemproblemen aufgeben. Einen beachtlichen 3. Klassenrang (W17) errang Raphaela STERN. Die Zeit von 50 Minuten und die Tatsache, dass sie die Distanz ganz gut im Griff hatte, sollten der berufsbedingt sehr wenig trainierenden Retzerin wieder etwas Auftrieb geben….

Ergebnisse

Hinterlasse einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien