
Der größte und potenteste Leichtathletikverein Österreichs ist gleichzeitig der Verein, der Willi LILGE, die Symbolfigur im Kampf gegen Doping vor die Tür gesetzt hat und eine frisch überführte, weder geständige noch reuige Dopingsünderin in die Auslage stellt…..
Wie geht’s uns damit??? Lest weiter - Kommentare erwünscht
Am kommenden Sonntag findet in Wien der LCC-Marathon statt, gleichzeitig auch die Niederösterr. Meisterschaft im Marathon 2008 . Das hat auch der Verband nochmals bestätigt. Der konnte wohl auch nicht anders, hat sich aber immerhin zu einem Rundschreiben bemüßigt gefühlt - war sich offensichtlich dessen bewusst, dass es an der Basis rumort und dass sich der LCC Wien, früher Aushängeschild, in den Augen vieler jetzt ins Abseit manövriert hat.
Auch Athleten des LC WALDVIERTEL sind gemeldet, ihre Zahl hat sich mittlerweile verringert, aber aus privaten und gesundheitlichen Gründen. Ich selber würde, wäre es eines meiner Saisonziele, auch nicht so ohne Weiteres auf einen Start verzichten wollen…..Aber:
Bisher waren (für mich zumindest) der LCC und sein Herbstmarathon der Verein bzw. die Veranstaltung des Willi LILGE. Als Sportler fühlte man sich von Kompetenz und dem “Sportler für Sportler- Gefühl” umgeben, auch wenn so Manches am LCC nicht jedermanns Sache war. Jetzt ist der LCC der Verein, der Willi Lilge gefeuert hat, der die Symbolfigur im Kampf gegen Doping vor die Tür gesetzt hat und stattdessen die frisch erwischte Dopingsünderin Susi Pumper als Mitorganisatorin des Marathons eingesetzt hat. Auch wenn wir nicht alle Hintergründe wissen, ist die Optik katastrophal und schreit förmlich nach einer Gegenstimme.
Ich möchte daher zur Debatte stellen, ob wir bei Fortbestehen der Situation nicht zumindest alle zukünftigen LCC-Veranstaltungen meiden (ich will das hässliche Wort boykottieren vermeiden) und dies auch offen bekunden sollten. Wenn ich die Stimmen, die ich so vernehme, richtig deute, wären wir damit auch nicht allein!
KOMMENTARE ERBETEN!!
Michael Schiffer 
