Monika Silberbauer

  Dorothea sprach mich an: „Ich möchte gerne nach diesem Trainingsplan trainieren. Machst du mit?“ So sah man zwei 14-jährige Mädchen bei Zitternberg im Wald etwa 3-4 Mal pro Woche trainieren. Ich erinnere mich noch an Hochstreckesprünge, 20 Minuten Dauerlauf, Klappmesser, Liegestütze, Skipping,… Während der Sommerferien trainierte ich im Alleingang weiter. Dorothea freute es nicht mehr. Das wochenlange Training - scheint mir – lohnte sich. Es war im Rahmen einer Turnstunde in der 5. Klasse des Aufbaugymnasiums in Horn. Am Porgramm stand der Weitsprung. Während der Flugphase eines Sprunges dachte ich: „ Dieser Sprung muss besonders geglückt sein.“ Frau Holkup, unsere Turnlehrerin verkündete: „5,25 m“.

Ich jubilierte.

Als ich etwa 20 Jahre alt war, hatten wir im Rahmen der Turnlehrerausbildung auch die Sparte Leichtathletik. Ich erinnere mich an eine Trainingseinheit mit Schwerpunkt Schlagballwurf. Unsere Leistungen wurden notiert. R. Sissi wusste die Gunst der Stunde zu nutzen. Als Windböen aufkamen, riss sie rücksichtslos 2 -3 Schlagbälle an sich und warf. Der Wind, der in Wurfrichtung blies, verbesserte ihre Leistung. Ergebnis: 50,1 m. Brigitte, meine Freundin, sagte: „Monika, das schaffst du auch!“ Im Nu hatte auch ich 2-3 Schlagbälle (von ihr in meine Hand gegeben) in der Hand.

 

Forsch forderte sie mich auf: „Jetzt- reiß an!“ Die Windböen waren nach wie vor relativ stark. Das Ergebnis: 50 m. Von unserer Gruppe hatte ich dann insgesamt die meisten Punkte. (Hochsprung, Weitsprung, 60m – Lauf, 2000m – Lauf, Schlagballwurf, Kugelstoß (4 kg- Kugel). Damals wäre ich auf Grund meiner inneren Haltung bereit gewesen, dem Leichtathletiktraining (Mehrkampf) sehr vieles zu unterstellen.

 

Doch bald kam die Wendung meiner inneren Haltung. Ich kam mit dem Evangelium in Berührung. Seither hat sich mein Bezug zum Sport geändert und ist beinahe so geblieben: nämlich das Sport betreiben – speziell schon einige Jahre hindurch eben der Laufsport- bekam ein anderes Gewicht. Selbst wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich nie alle Dinge des täglichen Lebens dem Sportbetreiben unterordnen.

 

Laut Selbsteinschätzung befinde ich mich im Bereich des Laufsports auf einer Gratwanderung. Links von mir wandeln die Hobbyläufer „pur“. Auf der rechten Seite erstreckt sich das Feld der Leistungsorientierten.

 

Als Schlusspunkt möchte ich drei meiner Leistungen angeben:

 

  1. Cosslauflandesmeisterschaft über 3820m in der Klasse W45 in 22:26 in Waidhofen/Ybbs im Februar 2005 – Platz 3 (hügeliges Gelände, nur Schnee, Spikes, die für mich 3-4 Nummern zu groß waren – ein Superfeeling!)

 

  1. Landesmeisterschaft im Halbmarathon in 1:48:42 in der W50 – 3. Platz - in Ardagger im April 2006 (einige Tage vor dem Wettkampf hatte ich eine Art Bauchgrippe. Drei Tage vor dem Lauf wurde ich bei jeder kleinen körperlichen Anstrengung schwindelig.)

 

  1. Mein 2. Halbmarathon in der Klasse W50 in 1:45:35 (Nettozeit) von Spitz nach Krems im September 2007 (in der W50 gab es 80 Teilnehmerinnen, meine Laufzeit bedeutete Rang 8.)