Rudolf Cerny

Rudolf Cerny
Geb.: 12. 6. 1972
Beruf: ÖBB-Betriebskoordinator
Meine ersten Laufambitionen gehen doch nun auch schon 24 Jahre zurück. Im Frühjahr 1984 mit 12 Jahren ließ ich mich von einem Schulfreund, der jeden Nachmittag 3 Ortschaften ablief, zu Gleichartigem animieren. Erste Richtschnur waren die Straßenpflöcke: einen Abstand laufen, einen Abstand gehen usw. Sukzessive wurden die zu laufenden Pflockabstände länger, während die Gehphasen gleich blieben und alsbald ganz verschwanden. An Wettkämpfe wurde aber noch lange kein Gedanke verschwendet. 9 Jahre lang waren Rehe, Hasen und Vögel die Zuschauer bei meinen, teils auch nächtlichen, Lauftouren durch die Wild. Sehr trainingsintensive Monate mit 500 km und mehr kamen vor, wo die Tage mit Laufen begannen und endeten (und das bei mangelndem Material, denn einen echten Laufschuh erachtete ich lange nicht als notwendig…).
Nachdem Anfang der 90erJahre das Interesse für den medial gut vermarkteten Wien-Marathon immer mehr stieg, stand 1993 endlich der erste Wettkampf am Programm, und das eben gleich der Marathon in Wien. Aber nicht ohne vorher eine weitere Blödheit zu begehen: 5 Tage vor dem Marathon musste ich im Prater natürlich probeweise 42 km laufen, so zur Gewissensberuhigung, um sicherzugehen, die Distanz auch zu schaffen. Die Probezeit von 3:30 konnte ich am Tag der Wahrheit dann doch auf 3:10 plus einige Blasen an den Füßen runterschrauben.
Nach 2 weiteren Marathons begann ich 1995 mit kürzeren Wettkämpfen. Nach langem Stillstand sorgten Leistungsverbesserungen dann um die Jahrtausendwende sogar für einige Siege bei Volksläufen. Mittlerweile knapp 100 Pokale stauben das Elternhaus ab. Die Halbmarathonzeit konnte ich auf 1:13:45 runterschrauben (heute unvorstellbar…). Der Marathon (zumindest einer pro Jahr war und ist immer geplant) wurde 3x mit 2:41er-Zeiten bewältigt, ehe es 2004 in die andere Richtung ging. Der jährliche Angriff auf die 3-Stunden-Marke scheiterte ab nun jährlich auch kläglich - ein Untergang mit Bomben und Granaten war mir immer sicher (Tiefpunkt Graz 2006 mit 3:24).
Erst 2008 gings wieder in die andere Richtung. Ein überraschend guter Halbmarathon in Linz, ein akzeptabler Marathon in Wien unter 3 Stunden sowie ein noch etwas besserer Marathon am 26. Oktober mit dem Masters-Landesmeistertitel in der M35 sorgten für einigen Aufschwung.
Auch 2009 ließ sich gut an. Beim Marathon in Salzburg konnte ich mit minimalem Training zwar nicht den Titel verteidigen, wurde aber mit 2:53 bester Waldviertler. Den Horner Halbmarathon konnte ich als 10. in 1:18:49 beenden.

