Die Mühlviertler aus Pregarten waren bei der 8. Station des Waldviertel-Laufcups erneut das Maß aller Dinge. Bis auf Irmi Kubica (Rastenfeld-Siegeren), sind sämtliche Pregartener Spitzenläufer, die bisher im Cup im Einsatz waren, nach Echsenbach gekommen. Das Ganze nimmt eigentlich schon merkantilistische Dimensionen an, immer mehr Edelmetalle, in Form von Pokalen und Medaillen, wandern über die Grenze nach OÖ. Bei den Herren siegte ROMAN PACHLATKO knapp vor seinem Teamkollegen, Simon Kugler. Bei den Damen war VERENA PACHLATKO am schnellsten.
ERGEBNISSE
CUP-WERTUNG nach 8. Läufen
Strecke:
5 Runden durch Echsenbach. 1 Runde hatte 1,3km. Rechteckige Streckenform, 2 lange, flache Seiten, eine Steigung und ein Gefälle.
Rennverlauf:
Herren:
Bei den Herren liefen von Beginn an beide Oberösterreicher, Pachlatko u. Kugler, ganz vorne, gefolgt von einer Reihe starker Waldviertler Läufer. Darunter Mödlnagl, Kainz und Pfeiffer, die sich mittlerweile in der heißen Phase im Kampf um Platz 3 im Waldviertel-Cup befinden. Das Spitzenfeld zog die ersten Runden noch geschlossen durch Echsenbach, ehe sich die zwei Oberösterreicher noch einen Gang rauf schalteten, sich entscheidend absetzten und den Sieg unter sich ausmachten. Schlussendlich gewann Roman Pachlatko (21:21min) knapp mit 6s vor Simon Kugler (21:27min). Als 3. lief Joachim Mödlagl (22:17min) durchs Ziel, womit er gleichzeitig seine Chancen für den 3. Cup-Gesamtrang erhöhte. Seine Mitstreiter, Andi Kainz (22:27min) und Daniel Pfeiffer (22:37min), belegten heute den 4. bzw. 6. Platz. Den hervorragenden 5. Platz holte sich überraschend der noch eher unbekannte 22-jährige Zwettler, Ulrich Schwaiger (22:31min).
Allerdings ließ Alois Redl das Rennen aus, die Achillessehne, beim Ochsenburger Berglauf meinte er, am Berg geht’s deutlich besser als im Flachen. Im Kampf um die Gesamtwertung hat er aber noch alle Chancen, vorausgesetzt er bestreitet die letzten drei Läufe (min. 6 gültige Läufe sind notwendig, um in die Cup-Gesamtwertung aufgenommen zu werden) – Hauptkonkurrent um Platz 1: Simon Kugler. Thomas Bosnjak und Wolfgang Hiller waren heute nicht dabei und scheiden somit aus der Cup-Gesamtwertung aus (sie können das 6-Läufe-Limit nicht mehr erfüllen),
Damen:
Bei den Damen startete die Favoritin auf den Gesamtsieg des Cups, Veronika Limberger, stark weg. Auf der Strecke konnte sich allerdings Verena Pachlatko behaupten. Von ihr kann ich etwas genauer berichten, da sie ständig in meiner Umgebung lief. Verena hat jede Runde einen Zahn zugelegt und hat mich nach gut 2 Runden eingeholt gehabt. Sehr schöner, leichtfüßiger Laufstil, sie hatte ständig „Geleitschutz“ von 4-5 Läufern (darunter 3 Zwettler), die ebenfalls gscheit Tempo machten. Ich war etwa 20m hinter der Gruppe und konnte das Ganze 2 Runden lang beobachten, ehe die Gruppe kurz vorm vorletzten Zieldurchlauf (1,5km vor dem Ziel) das Tempo weiteres mal erhöhte. Damit war das „Steigerl“ aber noch lange nicht vorbei, hab dann im Steigungsstück zur Gruppe aufgeschlossen, knapp 1km vor dem Ziel war dann die „neutrale Phase“ endgültig vorbei, jeder ist nur noch gerannt was das Zeug hält, keiner wollte mehr nachgeben, wie wenn es um den 1. Platz gegangen wäre. Schlussendlich war dadurch (glaub ich) jeder etwas schneller als er sonst gelaufen wäre, wir konnten sogar noch Wolfgang Lachmayr abfangen und Verena Pachlatko beendete mit 24:02min knapp 2min vor Veronika Limberger (25:56min) das Rennen. Den 3. Platz konnte Andrea Steurer (26:53min), ganz knapp vor Ulrike Peschel (26:57min), für sich entscheiden.
In der Cup-Gesamtwertung zementierte Veronika Limberger ihre Führung weiter ein. Auch Marion-Verea Forster und Ulrike Peschel scheinen ihre Stockerlplätze nur noch theoretisch verlieren zu können. Besonders weil Sophie Grabner (war nach 7 Läufen 3. in der Gesamtwertung) heute den Jugendlauf bewusst dem Hauptlauf vorgezogen hat und somit nicht mehr die Mindestzahl von 6 Läufen erreichen kann. Das Talent, das heuer schon paarmal gscheit aufgezeigt hat, ist aber auch noch sehr jung (13), war eine sehr erwachsene Entscheidung, dass sie sich nicht gleich bei den Erwachsenläufen zu stark selbst unter Druck setzt, aber in ein paar Jahren dann…
Staffellauf:
Sehr spannend war der Staffellauf im Anschluss an das Rennen, wo sämtliche Topläufer aus dem Hauplauf noch einmal aufs Gas drückten. Hier war auch Alois Redl dabei, der mit seiner Staffel (Kainz, Limberger, Pfeiffer u. Redl) den 2. Platz hinter der Staffel aus Pregartener und Waidhofener Läufern (Mödlagel, Scharf, Verena u. Roman Pachlatko) belegte. 3. wurde die Staffelgruppe aus Schönfeld (Frühwirth, Höllrigl, Rabl u. Zechmeister).
Schüler- und Jugendläufe:
In der U8 (750m) setzten sich Nicola Schiebl bzw. Fabian Höller durch, in der U10 (750m) Salome Preyser bzw. Tim Oberleitner. Adriana Höller bzw. Raphael Zeiler konnten die U12 (1300m) für sich entscheiden. In der U14 (1300m) siegten Sophie Grabner und Christoph Meier.


