“Mein tolles 2016” Teil 2: Alex BICHL

Es war wirklich ein sehr spezielles Laufjahr, das Alex BICHL da 2016 abspulte: 140 Wettkampfteilnahmen, immer auch mit Leistungsanspruch - Allein das sagt schon sehr viel über die Person bzw. Persönlichkeit aus, um die es hier geht. Medial wurden seine Taten schon mehrfach beleuchtet, Ausschnitte davon und die Basisdaten der 140 Wettkämpfe findet ihr unten. Um eine gewisse Vergleichbarkeit herzustellen, habe ich Alex teilweise dieselben Fragen gestellt, wie unseren anderen "Heroes of '16", teilweise natürlich mit individuellen Ergänzungen. Das Resultat seht ihr untenstehend. Teil 1 unserer Serie (Silvia KOLM) gibt es natürlich weiter - in den Rubrik "Magazin".

Hallo Alex! Du hast, von außen betrachtet, eine Saison hinter dir, in der vieles gelungen ist, zu der man dir glaub ich objektiv gratulieren kann: Wie viel war davon eigentlich geplant, wie viel ist einfach passiert?

Nachdem ich schon 2015 85 Lauf-Wettkämpfe erfolgreich hinter mich gebracht hatte, verfolgte ich das Jahr darauf das noch gewaltigere Ziel, dass die 100er-Lauf-Mauer fällt!

Dass es dann aber gleich 140 Läufe werden sollten, war nicht absehbar, sondern hat sich im Laufe des Jahres durch eine gewisse Eigen-Lauf-Dynamik entwickelt!

Haben sich das Erreichen der Ziele und der Weg dorthin eigentlich so angespürt, wie du das erwartet hast – oder war’s ganz anders??

Ich dachte am Anfang, ich könnte den Spaß am Laufen verlieren, aber das Gegenteil war der Fall: Ich laufe jetzt noch leidenschaftlicher!

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Was nimmst du persönlich aus der gelungenen Saison für dich mit, und was – ich weiß, da muss man vorsichtig sein – kannst du anderen mitgeben?

Ich laufe weder mit Trainingsplan und Pulsuhr, noch habe ich einen besonderen Ernährungsplan! Obwohl ich eigentlich jedes Wochenende Lauf-Wettkämpfe absolviere, gehe ich auch noch fort, schlafe somit relativ wenig und trinke auch mal "ungesunde" Getränke (Alkohol halt)! D.h. ich genieße neben meiner Arbeit und dem Laufen das Leben wie jeder andere auch!

Das Wichtigste meines Erachtens ist, dass man auf seinen eigenen Körper horcht und dass man sich selber mehr zutraut sowie fokussiert bleibt!

Denn durch mentale Stärke, aber zugleich auch Lockerheit kann man verlorengegangene physische Kräfte sehr gut kompensieren!

Das, was du 2016 gemacht hast, war einerseits sicher extrem, andererseits doch wieder nicht. Großer Aufwand, zeitlich, mental, aber auch von den Ressourcen her – dein Auto hat sicherlich genügend Kilometer gemacht – andererseits war es halt doch “nur” 3 x ungefähr eine halbe Stunde pro woche.“Gas geben“: Was war Lust, was war Last und: ist es zwischendurch auch zach gewesen??

Wenn man den Anspruch hat wie ich, dass man nicht nur "mitläuft", sondern auch (ganz) vorne mit dabei ist, dann kann dieses zum Teil extreme STOP and GO zwischen den einzelnen Läufen jedes Wochenende ganz schön reingehen, auch wenn es großteils nur relativ kurze Läufe waren!

Da geht es sicherlich auch um eine eigene Grenz-Erfahrung sowie -Erweiterung!

Anmerkung: Ich habe im Rahmen des Betriebsausfluges meines Arbeitgebers voriges Jahr auch einen Halbmarathon in Budweis mit ansprechender Zeit absolviert! 😉

Ich hatte eigentlich das ganze Jahr nur 2 sehr kurze "Hänger" - jeweils nach Bergläufen, bei denen ich am Anfang einfach zu schnell bzw. ungestüm losgelaufen bin.

Die immer wieder akuten Probleme mit meiner Achillessehne und Ferse (Knochenmarksödem!) hatte ich zwar schon im Jahr zuvor, aber durch zusätzliche Schmerzen im Knie (Meniskus ist aber in Ordnung) im Frühjahr machte ich letztendlich neben den Läufen eine Physiotherapie sowie Massagen und legte regelmäßig Topfen auf (sehr wirksam meines Erachtens!). Dadurch gingen die Schmerzen merklich zurück, sodass ich das ganze jetzt sehr gut im Griff habe!

Eine gute Übersicht meiner Performance 2016 liefert eine Folie, die ich bei der Weihnachtsfeier meines Laufclubs SC Zwickl Zwettl präsentiert habe (s. Anhang)

Insgesamt habe ich so als „Nebeneffekt“ auch 12 Lauf-Cups absolviert! Fast die Hälfte davon (5) konnte ich sogar insgesamt gewinnen, insbesondere den wienweiten Lauf-Cup!

Das erfüllt somit auch meinen Lauf-Leistungs-Anspruch im vorigen Jahr: Nicht nur Quantität, sondern auch Qualität!

Hat dich deine aktuelle Hochform am Ende des Megajahres eigentlich überrascht? Wie interpretierst du das?

Ja, hat es mich, weil mir eigentlich das Grundlagen-Training fehlt!

Führe das auf meine unzählige Wettkampf-Erfahrung und meine dadurch gewonnene mentale Stärke zurück!

Denn entweder "zerbricht" man an so einem Projekt oder man "wächst" selber daran und gewinnt an Stärke!

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Wie siehst du kurz – und langfristig deine läuferische Zukunft? Hast du Ziele, siehst du noch Entwicklungspotential – oder soll’s mal ganz was anderes sein??

Ein altes Sprichwort besagt: Alles im Leben beginnt, alles im Leben endet aber auch!

Das heißt, auf lange Sicht werde ich sicher nicht mehr so viele Lauf-Wettkämpfe bestreiten (wollen und/oder können), wobei ich mir für heuer das Ziel 300 gesetzt habe. Äh – keine Sorge, nicht in einem Jahr.

Ich möchte durch meine zusätzlichen Läufe im 17er - Jahr auf insgesamt 300 Läufe in den letzten 3 Jahren kommen, d.h. mindestens 75 Läufe heuer noch, wenn ich noch richtig rechnen kann! 😉

Viel Glück – und vor allem Spaß dabei!

alle 140 Läufe auf einen Blick

Tips-Artikel

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