Großglockner-Berglauf: 3.Platz in M40!!!

Beim 12. Großglockner-Berglauf waren wieder knapp 900 Läufer dabei. Er ist somit die mit Abstand größte Berglauf-Veranstaltung Österreichs. Aber nicht nur auf nationale, sondern auch auf das internationale Laufpublikum übt der Glockner eine enorme Anziehungskraft aus – 172 Nicht-Österreicher, davon 8 unter den ersten 10. Unter den Läufern waren auch 3 Läufer des LC WaldviertelHelmreich Reinhard, Silberbauer Daniel und Habersberger Florian.

Reinhard Helmreich (SC Zwickl Zwettl) holte gleich bei seinem ersten Antreten und  trotz Verkühlung den großartigen 3. Platz in der M40 (1:33:00h, Gesamt: 53.). Wir sind leider erst im Shuttle-Bus nach unten via Handy-Web draufgekommen. Den Preis, eine Kuhglocke^^, hat der Reinhard aber zum Glück nachträglich noch bekommen! Ich (Florian Habersberger, ULC Horn) bin etwas nach dem Reinhard als 62. ins Ziel gekommen (1:34:25h, M20: 16.). Der Dritte im Bunde war Daniel Silberbauer (SC Zwickl Zwettl), der die Strecke in 2:01:55h zurücklegte.

 ERGEBNISSE

 
Die Strecke beinhaltet 4 markante Steilstücke, dazwischen flache Wege bzw. Gefälle (12,7km, 1.514hm). Teilweise sehr schwierig zu bewältigen, rutschig, manche Passagen muss man von Stein zu Stein hüpfen, weil dazwischen nur Gatsch ist (vergleichbar mit den "Baumstumpf"-Sprung-Hindernissen beim Bundesheer), Stürze kommen nicht selten vor. Heuer wars auch etwas wärmer als im Vorjahr, aber es war trotzdem noch erträglich.

Reinhard hat im Ziel sehr zufrieden gewirkt und will auf jeden Fall mal wieder dabei sein. Er hat gemeint, dass er Berglauf eher weniger trainiert (hin und wieder Nebelstein). Deshalb geh ich stark davon aus, dass er eine Zeit unter 1:30h schaffen könnte, wenn er vor seinem nächsten Glockner-Lauf ein paar zusätzliche Berglaufeinheiten einlegt und dann hoffentlich gesundheitlich voll fit ist. Ich werd mir jetzt eine längere Glockner-Pause nehmen, der Lauf ist mental und körperlich ziemlich kräfteraubend. Vor allem bin ich nicht in der Lage die Strecke voll durchzulaufen – 1,5km waren reines Gehen. Hab zwar dieses mal kaum Läufer überholen müssen, weil ich gleich in der 1. Startgruppe weggelaufen bin (voriges Jahr 3. Startgruppe), trotzdem war ab KM5 (im 2. Steilstück) die erste Gehphase notwendig. Grob geschätzt sind, glaub ich, nur die TOP30 in der Lage die Strecke durchgehend zu laufen. Wie es mit Daniel Silberbauer ergangen ist, weiß ich leider nicht, wir haben uns in der Menge nicht getroffen.

Rechenspiele

Schade ist auf jeden Fall, dass der Stieglechner Andi heuer nicht dabei war. Die wenigsten wissen glaub ich, dass er auch ein Spitzen-Bergläufer ist. Er starte letztes Jahr mit mir in der 3. Startgruppe und musste auf der Strecke, die fürs Überholen eher ungeeignet ist, an mehr als 300 Läufern vorbeigehen. Durch die schlechtere Startposition braucht man ca. 7-8min länger für den Glockner (hab dafür meine 2010er-Zeit und 2011-Zeit verglichen; war in beiden Jahren ziemlich gleich stark). Er wäre also in der Lage gewesen eine Zeit um 1:27h zu laufen, also eine Wahnsinnszeit – der beste Österreicher hat den heuer den Lauf in 1:17h bewältigt, Alois Redl 2010 in 1:20h. Auch Daniel Pfeiffer, Andi Kainz und einige weitere würden mit ziemlicher Sicherheit eine Zeit unter 1:30h schaffen.
 

Spitzenfeld

Erster wurde der Vorjahres-Zweite Geoffrey-Gikuni Ndungu (Kenia, 1:10:16h). Als beste Dame lief Antonella Confortella-Wyatt ins Ziel (Italien, 1:26:32h).

Schnellster Österreicher bzw. schnellste Österreicherin waren Markus Hohenwarter (Herren: 7., 1:17:36h) bzw. die erst 17-jährige Susanne Mair (Damen: 2., 1:31:06h).

Bester Niederösterreicher bzw. beste Niederösterreicherin  wurden die beiden Lunzer Thomas Heigl (1:23:05h)  bzw. Marion Kapuscinski (1:43:00h).

Absagen musste die Berglauf-Staatsmeisterin 2010 bzw. 2-beste Österreicherin des Glocknerlaufs 2010, Margit Egelseder. Laut ihrem Lebensgefährdeten, geht es ihr momentan gesundheitlich schlecht - Lungenentzündung und Spital. Auf diesem Weg: "Gute Besserung".

Kurz vor dem Start hab ich noch mit den Salzburger Berglaufmeister getroffen, Robert Gruber. Er war heuer das erste mal dabei und war kurioserweise für die dritte Startgruppe eingeteilt. I hab dann glaub i ganze 5min auf ihn eingeredet^^, dass er sich ja beim Veranstalter wegen 1. Startgruppe medlen soll. Er durfte dann zum Glück ganz vorne starten und ist eine Bombenzeit gelaufen (1:22:38h). Und das trotz leichten Schmerzen, er hatte erst kürzlich einen Ermüdungsbruch im linken Mittelfuß und konnte deshalb leider nicht bei den Staatsmeisterschaften mitlaufen. Wäre interessant gewesen, welche Zeit ein ganz fitter Robert Gruber erreicht hätte.

Weitere bekannte Läufer:

Kosgei Isaak (KEN, 1:11:19h) - Vorjahressieger

Wyatt Jonathan (NZL, 1:16:27h) - sämtliche internationale Titel im Berglauf

Wallner Wolfgang (1:25:41h) - LAG NÖ Mitte, trotz Sturz (Schürfungen auf dem linken Arm) verbesserte er seine Vorjahreszeit um 2min

Teichmeister Jürgen (1:32:35h) - ULV Krems

Kubica Irmi (1:40:44h) - Damen-Siegerin in Rastenfeld

Frost Anna (NZL, 1:41:59h) - Vorjahressiegerin

Limberger Veronika (1:49:59h) - Waldviertel-Cup-Siegerin 2010

Auch der ULC Langenlois hat ein Großaufgebot ins Rennen geschickt (6 Läufer), ebenfalls mit dabei 2 Läufer des TRV Krems.

 
 ERGEBNISSE

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